Was dir über Spiritualität keiner sagt: Demut – Unerschrockenheit – Ehrlichkeit

Wie komme ich zu einer echten und ehrlichen Spiritualität? Wie wird meine Seele gesund? Wie können wir uns gegenseitig helfen zu heilen?

Spiritualität wird oft als Wellness oder Wohlfühl-Esoterik verstanden. Man glaubt, es müsse einem immer gut gehen. Wenn dem aber nicht so ist, vermeidet man oft schamhaft, sich damit zu zeigen. Es geht jedoch nicht darum, wie ich bei den anderen ankomme, sondern darum, wie ich bei mir selbst ankomme. Für meine Wahrheit ist es notwendig, auch meine dunkle Seiten, meinen Schatten und meine psychologischen Themen anzuschauen. Auf dem spirituellen Weg geht es nicht um ein Zudecken oder Leugnen der Probleme und nicht um die süchtige Suche nach dem nächsten Kick. Es geht um die Demut, die eigenen Charakterfehler anzunehmen und von Gott beseitigen zu lassen, um Unerschrockenheit in der moralischen Inventur und um Ehrlichkeit mit sich und anderen. Wenn wir einen Teil von uns leugnen oder verheimlichen, lehnen wir uns selbst ab. Das ist für die Seele sehr schmerzhaft und erfordert eine fortwährende Betäubung der Gefühle des Schmerzes, der Scham, der Angst und der Wut. In der Ehrlichkeit mit uns selbst und anderen integrieren wir die verdrängten und abgespaltenen Teile unserer selbst und die Gefühle von Schmerz usw. können sich lösen. So können wir uns gefühlt annehmen, auch wenn wir nicht perfekt sind. Wir werden authentisch und der, der wir wirklich sind, jetzt und hier. Dies führt zu Freude im Innern und Liebe für uns selbst, Gott und andere. Bezugspunkte sind die 12-Schritte-Programme (Alcoholics Anonymous u.a.), Bhakti-Yoga, Ken Wilber (Integrale Spiritualität) und Abdi Assadi (Schatten auf dem Pfad. Wie uns die Suche nach Erleuchtung hinters Licht führen kann).

Zu den Inhalten:

•    Teil als Vortrag:
In meinem Vortrag werde ich die spirituellen und psychologischen Aspekte erläutern, um eine Landkarte zu haben, die zeigen kann, wo jeder für sich steht. Was ist die Seele? Was bedeutet Hingabe? Wie mache ich eine furchtlose moralische Inventur? Wie praktiziere ich Ehrlichkeit?

•    Teil als Workshop:
Der zweite Teil dient der praktischen Anwendung. Ich zeige eine bestimmte Methode, wie wir uns gemeinsam achtsam und liebevoll unterstützen können. Wir sitzen gemeinsam im Kreis. Es gibt keinen Professionellen, Therapeuten oder Meister. Alle sind auf gleicher Augenhöhe. Wir machen eine unmittelbare Erfahrung des Sichzeigens und Teilens in einem geschützten Raum. Jeder spricht nur von sich und gibt keine Kommentare zu den Beiträgen der anderen. Wir sprechen und hören zu ohne zu diskutieren, zu bewerten oder gute Ratschläge zu geben. Zusammen mit Gebet und einigen rituellen Grundelementen entsteht dadurch ein liebevoller, gewaltfreier und sehr reiner Raum des Seins und der Beziehungen. Die Seele wird berührt und dadurch sichtbar und fühlbar. Dies ermöglicht Heilung im emotio-spirituellen Bereich.
Das Teilen im Kreis orientiert sich an dem Vorbild der Genesungs-Meetings der 12-Schritte-Programme.

Ronald Engert: „Etwas Persönliches zu mir“
Obwohl ich durchaus intelligent, gebildet und ein freundlicher Mensch bin, der auch schon viele spirituelle Erfahrungen bis hin zu langen Phasen der Erleuchtung machen durfte, trage ich weiterhin emotionale Belastungen aus meiner Vergangenheit. In meiner Kindheit wuchs ich in traumatisierenden Lebensumständen auf und entwickelte als junger Mann eine Drogensucht, die ich durch die Gnade Gottes vor neun Jahren zum Stillstand bringen durfte. Sucht umfasst aber mehr als das Nehmen von Drogen. Alles kann süchtig gebraucht werden, um sich abzuspalten, sogar Spiritualität. Ich fand einen Weg zur emotio-spirituellen Heilung meines Innersten. Diese Heilung meines Innersten führt auch zur fortschreitenden Heilung meines Körpers, meiner Finanzen und meiner Beziehungen.